Sea-Eye-Rettungsschiff Alan Kurdi ist wieder frei
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© Fabian Heinz/sea-eye / Kamerafoto / sonstige
Das Rettungsschiff der Regensburger Hilfsorganisation Sea Eye hat nach einem Richterbeschluss wieder freie Fahrt. Die Alan Kurdi war seit 9. Oktober 2020 in Italien festgesetzt.
Wie die Regensburger Hilfsorganisation Sea Eye mitteilt, ist ihr Rettungsschiff Alan Kurdi wieder frei. Das habe das regionale Verwaltungsgericht von Sardinien entschieden. Die italienische Küstenwache hatte die Alan Kurdi am 9. Oktober 2020 in Olbia auf Sardinien festgesetzt, nachdem deren Crew 133 Menschen gerettet hatte. Gegen die Festsetzung klagte Sea-Eye im Eilverfahren.
Ende vergangener Woche entschied der Richter nun, dass das Schiff nicht länger festgehalten werden dürfe, da Sea-Eye „schwere finanzielle Schäden durch die Festsetzung“ erleiden und „weitere Schäden komplexer Art“ entstehen könnten, wenn Sea-Eye nicht gestattet wird, das Schiff rechtzeitig zu seiner zweijährigen Inspektion und geplanten Wartungen nach Spanien zu überführen. Der Verhandlungstermin in der Hauptsache, wo über die Rechtmäßigkeit der Festsetzung entschieden wird, wurde auf den 3. November 2021 gelegt.
Sea Eye selbst hält die Festsetzung ihres Schiffes für „politisch motiviert“. Es gehe bei den Festsetzungen deutscher Rettungsschiffe insbesondere darum, dem Bundesverkehrsministerium eine neue Rettungsschiffklasse aufzuzwingen, weil man davon ausgehe, dass die Seenotretter die Auflagen nur schwer erfüllen könnten, so Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye e. V.
Die Alan Kurdi wird nun auf die Überfahrt nach Spanien vorbereitet, um geplante Wartungsarbeiten durchzuführen.
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Fabian Heinz/sea-eye