Die Landtags-Grünen geben einen Dringlichkeitsantrag an die Staatsregierung weiter. Der Grund: Durch starke Hitzewellen sind ältere Menschen, Kranke, kleine Kinder und auch Schwangere gefährdet. Nun fordern die Landtags-Grünen von der Söder-Regierung geeignete Maßnahmen gegen die Hitzewellen und für den Bevölkerungsschutz zu planen und umzusetzen.
Die Landtags-Grünen fordern die Staatsregierung am Donnerstag, den 18 Juli, im Plenum mit ihrem Dringlichkeitsantrag „Hitzeschild 2030 für Bayern: Grüne Schattenplätze statt grauer Hitzefallen!“ auf, die Weichen für eine bessere Hitze-Vorsorge im Freistaat zu stellen. „Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt, das ist nur eine Frage der Zeit“, mahnt Patrick Friedl, Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung. „Wieder werden dann vor allem ältere Menschen, Kranke, kleine Kinder oder auch Schwangere leiden. Hitze kann für sie alle sogar lebensbedrohlich werden. Die Söder-Regierung muss jetzt alles dafür tun, um unsere Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Bayern braucht einen Hitzeschild! Ministerpräsident, Gesundheitsministerin und Umweltminister sind gemeinsam in der Verantwortung, Lebensgefahren von der Bevölkerung abzuwenden. Werden Sie endlich wirkungsvoll aktiv!“
Konkrete Forderungen der Landtags-Grünen
Zum einen fordern die Landtags-Grünen die Staatsregierung auf, die Kommunen aktiv bei der Erstellung und Umsetzung von Hitzeaktionsplänen unterstützen, das Ganze umfassend finanziell fördern und Werbung für deren Notwendigkeit machen.
Zum anderen sollen Stellen für Hitzekoordination in den Regierungsbezirken geschaffen werden und es soll bis Sommer 2025 für Bayern eine verbindliche Hitzestrategie „Hitzeschild 2030“ und Notfallpläne für extreme Hitze und Wasserknappheit in den Regierungsbezirken vorliegen.
Patrick Friedl sagt dazu: „Unsere Kommunen wissen am besten, wie sie vor Ort gute Vorsorge betreiben und Hitzeaktionspläne verankern können. Aber Krankenhäuser, Kitas und Pflegeeinrichtungen auf die Lage einzustellen, kühle klimatisierte Räume bereitzuhalten, im Notfall umsetzbare Pläne zu haben sowie bei Baumaßnahmen Freiluftschneisen freizuhalten und Grünflächen mitzudenken – das alles ist eine Mammutaufgabe. Die Staatsregierung darf die Kommunen dabei nicht alleinlassen. Sie muss Koordinatorin und Förderin sein, die das Großprojekt Hitzeschild 2030 entschlossen anpackt!“
Bündnis 90/Die Grünen / RNRed