Gegen den 1. FC Nürnberg holte der SSV Jahn am Sonntagnachmittag beim 2:1-Heimsieg drei sehr wichtige Punkte im Abstiegskampf. Der Jahn war in der ersten Halbzeit unterlegen und ging nach einem frühen Tor von FCN-Stürmer Janis Antiste mit einem Rückstand in die Pause. Nach Wiederanpfiff drehte die Jahnelf nach einem Eigentor und dem entscheidenden Treffer von Noah Ganaus aber das Spiel.
Aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Innenverteidiger Louis Breunig war Chef-Trainer Andi Patz gezwungen, am Sonntag, den 30. März, Veränderungen in der Startaufstellung vorzunehmen. Für ihn rückte Robin Ziegele in die Innenverteidigung neben Poldi Wurm. Statt Christian Viet stand zudem Eric Hottmann wieder in der Startaufstellung. Patz setzte damit auf ein 4-3-3-System mit einer offensiveren Dreierkette vorne mit Adamyan, Hottmann und Ganaus.
„Intensiv und energisch im Spiel, aber wenig Ideen und fehlende Präzision“
Bei den Gästen musste Chef-Trainer Miroslav Klose auf Top-Stürmer Tzimas verzichten, der aufgrund von muskulären Problemen fehlte. Castrop, der gegen Fürth erkrankt pausieren musste, rückte für den Stürmer in die Startelf. Die Jahnelf machte in den ersten Minuten viel Druck und lief den Gegner hoch an. In der fünften Minute setzte sich Eric Hottmann auf der linken Seite gut durch und lief Richtung Grundlinie. Seine Flanke fand Ananou, der auf der rechten Seite freistand. Er schloss auf Höhe des 16ers ab, aber sein Schuss ging weit übers Tor (8.). Bei einer anschließenden Ecke für den Club kam der Ball direkt auf Knoche, aber Pollersbeck war zur Stelle und lenkte den Kopfball über das Tor (10.). Kurz darauf setzten sich die Nürnberger auf der rechten Seite durch: Nach einem Ballgewinn spielte Drexler auf Castrop, der mit der Kugel in den Strafraum dribbelte. Castrop legte den Ball perfekt auf Antiste, der ins lange Eck zum 0:1 für die Gäste einschob (11.). Jahn Mittelfeldspieler Christian Kühlwetter war um eine Antwort bemüht und versuchte es aus der zweiten Reihe mit einem Distanzschuss, nachdem er den Ball zuvor von Adamyan zugespielt bekam. Sein Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei (18.). In der 23. Spielminute musste Club-Trainer Klose verletzungsbedingt wechseln: Für den angeschlagenen Kapitän Robin Knoche kam Florian Flick ins Spiel. Im Verlauf des ersten Durchgangs war es die Gastmannschaft, die den Ball in den eigenen Reihen laufen ließ und es den Regensburgern schwer machte, selbst offensiv Akzente zu setzen. In der 31. Minute setzte sich Jander im Duell durch und legte den Ball quer auf Castrop, der aufs Tor lief, den Ball aber nicht richtig fest machen konnte. Das verschaffte dem Jahn Zeit und letztendlich war es Robin Ziegele, der seinen Fuß gerade noch dazwischen bekam und den Angriff unterband. Auf der rechten Seite gelang der Jahnelf ein schönes Kombinationsspiel zwischen Kühlwetter und Ananou: Die Flanke vors Tor konnten die Nürnberger allerdings klären (36.). Kurz vor der Pause brachte Janisch auf der rechten Seite Suhonen zu Fall. Den darauffolgenden Freistoß zirkelte Handwerker in Richtung langes Eck, aber FCN-Torhüter Reichert stand richtig und pflückte den Ball aus der Luft (44.). Auf der Gegenseite parierte Pollersbeck einen Torabschluss von Lubach aus zweiter Reihe und lenkte den Ball übers Tor (45+3.). In der ersten Halbzeit hatten sich beim SSV Jahn alte Muster gezeigt: Intensiv und energisch im Spiel, aber wenig Ideen und fehlende Präzision, um sich echte Torchancen zu erspielen. Die gefährlichste Chance für die Jahnelf war der Distanzschuss von Kühlwetter. Die Nürnberger hatten mehr Spielanteile kamen immer wieder gefährlich vors Tor, doch Pollersbeck machte bis dato einen guten Job, beim Gegentor war er chancenlos.
Ein Kampf bis zur letzten Sekunde
Jahn Chef-Trainer Andi Patz nahm in der Halbzeit sowohl eine personelle als auch eine taktische Änderung vor. Von einer Viererkette stellte er defensiv auf eine Fünferkette um. Rasim Bulic kam für den gelb-rot-gefährdeten Geipl und rückte in die Kette zu Ziegele und Wurm. Kühlwetter übernahm die Kapitänsbinde. Das sorgte bei den Gästen für einen Überraschungsmoment und sie bekamen in den ersten Minuten wenig Zugriff aufs Spiel. Der bisher noch blass gebliebene Noah Ganaus wurde auf der rechten Seite geschickt und flankte scharf nach innen. Flick kam vor Hottmann an den Ball und wehrte ihn unglücklich ins eigene Tor ab. Der frühe Ausgleich für den Jahn in der 47. Spielminute. Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehörte dem Jahn, der die Nürnberger auch in der Folge bei mehreren Ecken häufiger in die Bredouille brachte. In der 56. Minute war es Hottmann, der über rechts durchstartete. Seine scharfe Flanke in die Box köpfte wuchtig in die Maschen und brachte den Jahn so in Führung brachte (56.) - das Spiel war tatsächlich gedreht. In der 65. Minute waren die Nürnberger wieder am Zug: Ein langer Ball von der linken Seite wurde auf Antiste gespielt. In letzter Sekunde kam Ziegele dazwischen und konnte den Ball gerade noch ins Toraus klären. Kurze Zeit später erkämpfte sich Suhonen im Mittelfeld den Ball und ging ins Tempo. Er sah Ganaus, der auf der rechten Seite Platz hatte und spielte ihm in den Lauf. In der Mitte lief Hottmann mit, aber Ganaus entschied sich, es alleine zu machen und sein Abschluss wurde in letzter Sekunde geblockt (72.). Postwendend nutzte der Club seine Stärken und schaltete schnell um, der Angriff endete mit einem Torabschluss von Justvan, der links am Tor vorbei ging. In der Schlussphase bekamen die Gäste mehr Zugriff aufs Spiel, die Jahnelf verteidigte alles mit letzten Kräften weg. Mit der Einwechslung von Pröger und Huth versuchte Patz noch einmal frischen Wind zu bringen (87.). Die letzten Minuten wurde es im Strafraum von Pollersbeck noch einmal hitzig, Forkel konnte den Ball nicht richtig unter Kontrolle bringen und Ziegele klärte gerade noch (89.). In der Nachspielzeit kämpfte die Jahnelf bis zur letzten Sekunde und brachte den Sieg über die Zeit. Vor allem in der zweiten Spielhälfte zeigte die Jahnelf, was in ihr steckt, siegte nach einer tollen Mannschaftsleistung und sicherte sich damit drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Weiter geht es für den SSV Jahn am kommenden Wochenende bei der SV Elversberg am Sonntag, den 06. April, um 13:30 Uhr.
SSV Jahn Regensburg e.V. / RNRed